African dance Instrumente: Djembé

Herkunft: Westafrika

Die Djembé weist ein breites Klangspektrum auf und wurde so zu einer der beliebtesten Trommeln.

Ein Trommelensemble besteht meist aus zwei Djembé-Solotrommeln und einer oder zwei Djembé-Begleittrommeln, sowie drei Basstrommeln in verschiedenen Größen, die jeweils mit einer Eisenglocke bestückt sind.

Die Djembé hat einen kelchförmigen Corpus, der mit Ziegenfell bespannt wird. Traditionell wird der Corpus der Djembé aus dem Holz des Lenké-Baums gefertigt.

Gespannt wird das Fell mit Segelschnur. Früher verwendete man dafür gedrehte Fellstreifen. Segelschnur ist im Vergleich zu den Fellstreifen wesentlich haltbarer und läßt sich leichter spannen.

Von einem traditionelles Ritual bei der Fertigung einer Djembé, erzählt der große Virtuose Famoudou Konaté:

Der Dämon, der im Lenkébaum wohnt, muß zunächst mit Hilfe eines Orakels befragt werden. Stimmt er zu, so wird er den Djembé-Spieler beschützen, so lange er auf dem Instrument spielt. Stimmt er nicht zu, so muß ein anderer Baum befragt werden. Die Bindung eines Djembé-Spielers an seine Trommel ist entsprechend intensiv. In früheren Zeiten behielt er sie für Jahre und Jahrzehnte, und niemand sonst spielte auf ihr.

Gespielt wird die Djembé meist im Sitzen, wobei der Spieler sie leicht nach vorn beugt, sodaß die Töne unten aus dem Corpus schwingen können. Vor allem bei Tanzfesten trägt der Spieler die Djembé an einem Gurt und kann sich so mit dem Instrument leicht bewegen.

Die drei Hauptklänge der Djembé heißen Baß-, Tom- und Slap-Schlag. Es erfordert einiges an Geduld und Übung, allein diese drei Klänge trennscharft auf der Djembé zu erzeugen. Meister-Spieler können dem Instrument eine ganze Menge mehr Klänge entlocken. Famoudou Konaté schätzt, daß er 25 verschiedene Klänge auf der Djembé hervorbringen kann.